Social Software Primer
Basisinformation zum Thema Social Software
Social Software
Social Software ermöglicht es Menschen, sich mittels computerunterstützter Kommunikation zu verabreden, zu kommunizieren oder gemeinsam zu arbeiten. Die verwendeten Technologien schaffen neue soziale Prozesse und verbessern den Informationsaustausch, die Nutzung von Ressourcen sowie die Abstimmung von gemeinsamen Prozesse. Raum (Anwesenheit) und Zeit (Arbeitszeiten) verlieren durch sie an Bedeutung. Social Software ermöglicht eine produktive, teamorientierte Generierung und Anwendung des latenten Innovationspotentials von Mitarbeitern, Teams und Organisationen. Weblogs und Wikis sind Social Software und bieten sich für den Einsatz im Unternehmen besonders an:
Weblogs und Wikis
Weblogs, kurz Blogs, sind spezielle Websites – eine Art öffentliches Online-Tagebuch. Sie ermöglichen es den Mitarbeitern, ihr Wissen innerhalb und außerhalb der Organisation (mit-)zu teilen und schaffen eine neue Schnittstelle zu Kunden und Lieferanten. Führungskräfte können über den aktuellen Stand von Projekten problemlos am Laufenden bleiben. Als Metapher für die Rolle des Weblogs bietet sich die Beschreibung als kommunikativ orientierte „Kurzzeitgedächtnis“ des Unternehmens an.
Wikis sind Sammlungen verlinkter Dokumente (vgl. Wikipedia), die mittels Webbrowser zugänglich und auch änderbar sind. Sie sind Websites, die von ihren Lesern entwickelt, verändert und erweitert werden. Im Unternehmen können Wikis dazu dienen, externe und interne Informationen zu verweben. Das individuelle Wissen und das Team-Wissen werden mit ihrer Unterstützung zu organisatorischem Wissen und bilden die Grundlage für das Entstehen von weiterem Wissen und Innovation bildet. Wikis eignen sich darum zur Ausbildung eines „organisationales Langzeitgedächtnisses“.
Vorteile
Im Unterschied zu klassischen Wissensmanagement-Systemen geht Social Software von den Personen und unstrukturierten Daten hin zu strukturierten Datenbeständen. Durch die Einbettung von Daten und Informationen in die jeweilige Anwendung und Kommunikation entsteht Wissen und bildet den Rahmen für Lernen, Innovation und Produktivitätssteigerung.
Die Vorteile im Unternehmenseinsatz sind vielfach - von der Kostenreduktion, über die Anhebung der Qualitätsstandards bis hin zur Personalentwicklung. Projektvorhaben lassen sich kostengünstiger, effizienter und mit höherer Qualität abwickeln.
| Mitarbeiter | Team |
|---|---|
| „Networking“ – Gruppen- / Teambildung | Reduktion von Meetings |
| Persönliches Ablagesystem | Präsenz unabhängig von Zeit & Raum |
| Finden und Verbinden von Personen | Fokus auf Output statt Administration |
| Expertise sichtbar machen | Spontane, dynamische Teambildung |
| Wissens- und Outputgeschichte | Firmen- und organisationsübergreifend |
| ‘Vorteile von Weblogs und Wikis’ |
| ‘beim Einsatz im Unternehmen’ |
| Unternehmen | Management |
|---|---|
| Kommunikation führt zu Innovation | „Informationszentrale“ |
| Optimiertes Ablagesystem | Ständig „up to date“ |
| Virtuelle Organisation (Zeit, Raum) | Frühwarnsystem statt Kontrolle |
| Dokumentation der Prozesse | Teamorientierung |
| Einzelleistung wird sichtbar | Produktivitätssteigerung |
Anwendungsfelder
Die Prozesse und Ergebnisse von Firmenprojekten und Aufgabenstellungen lassen sich einfacher erarbeiten und abgleichen, nicht enden wollende und umständliche Abstimmungsprozesse per E-Mail entfallen. Auch die Teilung von Information und Wissen wird erleichtert, durch das unmittelbare Feedback im Team und die Einbringung von persönlichen Meinungen und Kommentaren sowie von externen Informationen steigt die Qualität der Ergebnisse. Die Erarbeitung gemeinsam getragener Dokumente, wie etwa Stellungnahmen oder Pressetexten, oder aber auch die Schaffung einer zentralen Wissensbasis im Unternehmen mittels Social Software bietet sich an. Übliche Anwendungen liegen auch im Bereich der Unterstützung der Zertifizierung oder zum Aufbau der Intranet-Struktur des Unternehmens, wobei sich oftmals die Probleme üblicher Intranetsysteme, wie mangelnde Wartung und Aktualität, vermeiden lassen.
Umsetzung im Unternehmen
Wie bei allen Projekten des Wissensmanagement ist auch beim Einsatz von Social Software der entscheidende Faktor die tatsächliche Nutzung durch die Mitarbeiter und die Anwendbarkeit für die konkreten Anforderungen des Unternehmens. Vor einem entsprechenden Projekt gilt es demnach die Rahmenbedingungen zu klären und die Möglichkeiten der Implementierung zu besprechen. Für ein erstes Gespräch stehen wir Ihnen daher gerne nach Terminvereinbarung zur Verfügung.
Thomas N. Burg, früherer Leiter des Zentrums für Neuen Medien an der Donau Universität Krems, und Wolf-Dieter Grabner sind Experten im Bereich der Social Software. Sie beraten Unternehmen, die öffentliche Hand, NGOs und Vereine beim Einsatz von Social Software für das Wissensmanagement, die Prozessoptimierung, die Projektkommunikation und zur Unterstützung des organisationalen Lernens.